RTL / Stern TV Jahresrückblick: Best of Wüstenlauf

Am 06.01.2016 lief auf RTL / Stern TV im Rahmen des Jahresrückblick 2015 ein Zusammenschnitt des Wüstenlaufes „Wer ist so hart wie Joey Kelly“. In der 15 Minuten Fassung gab es noch einmal die besten Szenen aus 9 Tagen Survival-Ultra-Marathon zu sehen. Das Erreichen des Zieles noch einmal zu sehen war großartig!

RTL / Stern TV Jahresrückblick: Best of Wüstenlauf

Mein Resümee des Wüstenabenteuers oder: Das was mir „den Arsch“ gerettet hat

Nun liegt er hinter mir: Ein 8-tägiger Ultralauf durch die Wüste Namibias, mit 441 km Strecke und mit vielen beeindruckenden Momenten. Und beeindruckenden Begegnungen, z. B. wilde Tiere wie Zebras, Affen und Skorpione. Dann war da noch eine viel „gefährlichere“ Spezies: Joey Kelly, die Killermaschine!

Und doch war der beeindruckendste Moment nicht so bildhaft und anfassbar wie die obigen. Es war am dritten Tag des Wüstenlaufes, als Kraft und Motivation so gut wie aufgebraucht waren und Schlafdefizit, Hunger und Schmerzen kaum noch steigerbar erschienen. Die eigene Grenze schien nun unausweichlich, der innere Schweinehund sprach in klaren Worten: „So Herr Ewald (wir sind per „Sie“), jetzt lassen Sie den Quatsch endlich bleiben, im Hotel wartet eine Suite mit Vollverpflegung auf Sie. Dort ist der eindeutig bessere Platz!“ An genau diesen Punkt wollte ich kommen. Nun war ich dort angelangt.

Die Worte des Schweinehundes klangen sehr logisch. Doch eine innere Skepsis ließ mir diese Einschätzung etwas einseitig erscheinen. Wer hatte dem inneren Schweinehund eigentlich das Wort erteilt (ich war es nicht!) und warum sollte ich dem folgen, fragte ich mich. Ich erkannte auch, dass ich kein Gerneralproblem hatte, sondern „nur“ viele Einzelprobleme. Ich entschied mich, mich auf die Situation einzulassen und die Grenze einfach noch näher kommen zu lassen. Da musste noch etwas gehen!

…und nun wird es spirituell! Ich spürte tiefes Vertrauen in mir, wie ich es noch nie wahrgenommen hatte. Es wurde immer größer und stärker und breitete sich immer weiter in mir aus. Auf einmal war da gar kein Platz mehr für die vielen Einwände, Bedenken und Probleme des inneren Schweinehundes. Der innere Schweinehund verstummte nicht nur, ich sah ihn ab da nie wieder! Er war anscheinend weggelaufen und die Grenzlinie hatte er gleich mitgenommen.

Ich bemerkte, wie sich die Situation umdrehte: Aus Frust wurde Lust, die Schmerzen verschwanden und die Kraft entfaltete sich wieder! Ganz ohne Doping! Mangelernährung, Schlafdefizit und Hetzerei wurde Nebensache. Einfach nur Kraft ohne Ende!

Dieses Phänomän hat mir „den Arsch“ gerettet, wenn man denn davon sprechen kann. Die Schinderei und die äußeren, widrigen Umstände spielten keine Rolle mehr. Leichtigkeit und Spaßfaktor standen nun im Vordergrund!

Ich begann zu verstehen wie es möglich ist, die Grenze aufzulösen und Zugriff auf eine schier endlosen Kraftquelle zu erhalten. Es war eigentlich ganz einfach. Aber wie so oft, die einfachen Dinge sieht man nicht, weil so viele widrigen Dinge die Sicht versperren. Mein Resultat dieses Erlebnisses: An dem „Ding“ bleibe ich dran. Auch da geht noch was…

Mein Resümee des Wüstenabenteuers oder: Das was mir „den Arsch“ gerettet hat

Teil 4 des Wüstenlaufes (RTL / Stern TV)

Im 4. Teil (von derzeit geplanten 5 Teilen) neigt sich der Wüsten-Wahnsinn langsam dem Ende. Joey, Falko und ich rennen nun Kopf-an-Kopf – wer schwächelt fliegt raus. Zu meiner großen Verwunderung geschieht es dann auch und ich frage mich: Was mache ich als „Underdog“ eigentlich hier?! Nächsten Mittwoch (18.02.2015) kommt die Antwort auf diese Frage.

Teil 4 des Wüstenlaufes (RTL / Stern TV)